l'émigrant

Aufsteiger
In der Liebenwalder Straße 37 wurde ein Bauantrag für den Neubau eines Wohnhauses eingereicht. Bei GoogleMaps sieht man noch einen Nachkriegsneubau, der wohl weichen soll.

Sehr seltsam, der existierende Bau sieht bei GoogleMaps / StreetView an sich sehr solide und gepflegt aus und steht auch in der Höhe seinen Nachbarn in nichts nach. Selbst wenn man davon ausgeht, dass ein Neubau (hoffentlich) den ursprünglichen Blockrand wiederaufnimmt, so scheint die zusätzlich gewonnene Wohnfläche den Abriss und Neubau wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen.

Ein kurzes Rechenexempel: Ein gut erhaltener 70er-Jahre-Bau im Wedding dürfte so ca. 2.500 €/m2 wert sein. Selbst wenn man den Abriss gratis bekommt, geht bei einem Neubau nichts unter 2.500 €/m2 inkl. MwSt, macht also schon mal 5.000 €/m2. Wenn man noch Finanzierungskosten und Entwicklermarge aufschlägt, müsste der Neubau zu 7-8.000 €/m2 verkauft werden, was in der Lage nicht machbar ist.
 

Urbanista

Mitglied
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Vermutlich, weil hier ganz einfach ein Quergebäude im Blockinnenbereich errichtet wird (oder Abriss und Neubau von Vorder- und Hinterhaus).
Entsprechend viel Platz sieht man auch, wenn man Google Earth zur Hilfe nimmt:

 

l'émigrant

Aufsteiger
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Ein Quergebäude könnte man grundsätzlich auch ohne Abriss des VH errichten. Deine Theorie könnte aber dahingehend stimmen, dass man einen Seitenflügel anschliesst und dabei die volle Tiefe des Grundstücks ausnutzt. Zusammen mit einem ausgebauten DG käme man dann auf einen Flächengewinn, der den Aufwand rechtfertigen könnte.

Toll, dass hier ein weiterer Schlichtbau verschwindet. Allerdings weiss man ja auch noch nicht, von welcher architektonischen Qualität der Nachfolger sein wird. Da gibt es ja leider hierzulande auch die ein oder andere böse Überraschung.
 

BeenTrillBerlin

Goldenes Mitglied
Zu #62 Schillingstraße / Singerstraße gibt es nun eine Projektseite " Schilling Berlin " , die Bauarbeiten haben schon seit längerem begonnen nun gibt es aber auch Visu´s dazu. Ich mache später mal Fotos.

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@ CYCLE ZERO VISUAL GMBH
 

SchauBau

Silbernes Mitglied
Hier ein Renovierungsprojekt Genthiner Straße/ Lützowstraße (Tiergarten, fast Schöneberg).

An der Ecke wurde ein relativ großer Neubaublock renoviert, umgebaut und mit neuer Fassade versehen. Man kann sich jetzt fragen, ob das optisch ansprechender ist, als die alte Veriante (hier bei Google Streetview).
Das Resultat nach dem Umbau ...
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... sieht schon recht streng aus, aber irgendwas hat's...
(C) SchauBaubild eigenes
 

RobertMoses

Silbernes Mitglied
Kein optisches Meisterwerk, aber im Vergleich zu vorher doch schon eine Verbesserung. Es sei denn, man steht auf 60/70er Jahrebau. Dass man die Mieter dabei "rausekelt" ist dann natürlich wieder die andere Seite der Medaille.
 

maxxe

Platin Mitglied
Ich hatte mich ja letztens in irgendeinem Strang gefragt, was genau mit dem Trias Komplex passiert.
ALUKS liefert die Antwort. Für über 3 Millionen € werden hier die grünen Glaspaneele gegen graue, beschichtete Aluminiumpaneele getauscht und alle Rollladensätze ausgewechselt.

Eine leider sehr schwache Sanierung. Das milchige Grün war einer der vielen Positivpunkte des Gebäudes.
 

BerlinerBauleiter

Platin Mitglied
In der Tat Schade. Das grünliche machte die Besonderheit des Komplexes aus, die nun verloren geht. :(
 

Bonteburg

Mitglied
Schön zu sehen wie die Plattenlandschaft dort mit kleineren Riegeln aufgefüllt wird.

Der eher sparsame Baustil stört mich nicht im Geringsten. Ich habe das Gefühl: Hier entsteht Stück für Stück so etwas wie ein moderner gewachsener Kiez - innenstadtnah, viel Grün, einigermaßen abwechslungsreiches Straßenbild, unverkennbares DDR-Erbe.

Das wird Berlin gut stehen.
 
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