Alexander A Tower [150m]

Warum vermischt du Sachen? Das ist nicht vergleichbar. Das Auto in der Großstadt ist auf dem Rückzug. Und das ist auch gut so.
Hier werden nicht Bauprojekte miteinander vermischt, sondern nur Offensichtlichkeiten benannt: Frau Gennburg nutzt - mal wieder- die Situation aus rein ideologischer Überzeugung für ihre Argumentation. Wird an anderer Stelle auch als Populismus bezeichnet. Sie hat da halt auch ein sehr flexibles Demokratieverständnis.
 
Ein Beitrag der mit einem Rundumschlägen gegen große Teile des Forums beginnt und dann schwere Vorwürfe erhebt ist keine bloße Benennung von Offensichtlichkeiten. Die anlasslose argumentative Instrumentalisierung der SED-Diktatur in Fragen von Hochhausentwicklung und Autobahnbau bringt die Diskussion auch nicht sachlich weiter und ist nach meinem Empfinden geschmack- und respektlos gegenüber wirklichen Opfern der SED-Diktatur. Es muss euch doch auch möglich sein die Stadplanungspolitik der Landesregierung auf sachlicher Ebene zu kritisieren.

Solche Posts sind der Weg in den Abgrund in dem sich das DAF befindet.
 
Um mal zum Thema zurück zu kommen:
Ich finde zwar harte Sanktionen gegenüber Russland insgesamt sehr gut, hoffe aber, dass dieses Hochhaus trotzdem weiter gebaut wird. Darüber, ob dieses Projekt nun architektonisch gelungen ist oder nicht, lässt sich sicherlich streiten. Aber ein 150 Meter Turm am Alex ist schon ne tolle Sache, auf die ich mich auch sehr gefreut habe.
Leider bin ich hier aber eher pessimistisch und befürchte, dass es zu einem Baustopp kommen könnte.
 
Ich glaube nicht, dass sinnfreie Beiträge einer Vertreterin einer Kleinpartei zu kritisieren hier gleich in Untergangsszenarien enden ;) ein wenig Leidenschaft sei uns Architekturinteressierten gegönnt.

Aber sachlich weiter: die Presse verfolgend wird wohl gerade von deren Seite versucht herauszufinden, ob die Sanktionen gegen Russland Auswirkungen auf den Tower haben. Ich lese jedoch heraus, dass es dazu bisher noch keinerlei nutzbare Infos gibt. Stattdessen wird der langsame Baufortschrit, der nicht erst in den letzten 2 Wochen eingetreten ist und vielerlei Gründe haben kann, jetzt als Nachricht verkauft und die BIM entsprechend um Stellungnahme gebeten. Diese äußerte sich zu ihren diesbezüglichen Möglichkeiten (die m.E. aber für alle Objekte gleich sind und wahrscheinlich schon sehr häufig hätten genutzt werden können).

https://www.morgenpost.de/bezirke/m...mbau-der-Russen-am-Alexanderplatz-stockt.html
 
Der Bau läuft momentan noch weiter wie man der Webcam entnehmen kann, jedoch hat Bewocon die Website zum Projekt entfernt, und auch die direkte Alexander Tower Website ist entfernt wurden. An und für sich kein gutes Zeichen aber warten wir die Zeit ab.

Alexander Tower

Bewocon Alexander Tower
 
Sind die derzeitgen Arbeiten jetzt eingestellt? Auf der Webcam sah man niemanden arbeiten und auch niemanden vor Ort. Sah sehr leer aus.
 
Ich vermute, dass PORR einen bereits finanzierten Bauabschnitt zu Ende ausführt. Aber politischer Druck, Sanktionen und die geschlossenen Projektseiten lassen böses ahnen. Leider argumentiert die MoPo aus Unwissenheit über den Bau. Dass es bei der Gründung in solch eine Tiefe besondere Maßnahmen geben musste, bleibt außen vor, auch das den ganzen Sommer 2021 Leitungen im Gehwegbereich verlegt werden mussten und die Decke verstärkt wurde, sodass überhaupt der Kran aufgestellt werden konnte, usw. usw...also schlicht subjektive Presse gerade.
Nun denn, ich hoffe sehr, dass es dort weitergeht!
 
Nehmen wir mal an, dass sich der russische Bauherr durch Sanktionen und/oder öffentlichen Druck zurückziehen muss.

Seht ihr eine Möglichkeit, dass das Hochhaus noch zu retten ist? Könnte ein anderer Investor einfach einspringen und die beauftragten Firmen bauen einfach für diesen neuen Investor das Projekt? Welche Hindernisse seht ihr?
 
Den Rot-Rot-Grünen Senat sehe ich als größtes Hindernis, dem dieser Turmbau schon aufgrund seiner Höhe ("Hochhauswahnsinn stoppen!") ein absolutes Dorn im Auge ist. Die sog. "Linke" wird ihre Forderungen (wie sie es schon beim Hines-Areal versuchen) durchsetzen wollen, dass der Weiterbau mit neuem Investor massive Höhenreduzierung in Kauf nehmen muß (mindestens auf 130m) oder halt Brache bleibt (womit man dort kein Problem hat, denn der Alex werde ja ohnehin "kapitalistisch verunstaltet".
Jeder Investor würde aber aufgrund des massiven Eingriffes, die ja auch einen neuen Entwurf nötig machen würden, der auch wieder genehmigt werden müsse bis Rückabwicklung der bisherigen Kaufverträge nicht bauen wollen, wenn 130m das Höchste sind und darauf wird es ankommen.
Auf der anderen Seite ist es natürlich möglich, dass man auch laufende Projekte verkauft. Die CG Gruppe hat ja den Steglitzer Kreisel den Christoph Gröner zum Luxusturm umbauen wollte an die Adler-Group verkauft, bzw Unternehmensanteile an diese Gruppe verhökert, allerdings mit dem Problem, dass der Turm dort ja nun aufgrund der defacto Insolvenz und Zahlungsunfähigkeit von Adler gar nicht mehr vorrankommt.

Ich sehe eher bei dem aktuellen Invesitionsklima, der aktuellen Wirtschaftslage und der speziellen Berliner Hochhausfeindlichkeit des Berliner Senats und seiner Verwaltung, bzw Teilen davon, eher wenig Hoffnung, dass das Projekt unter den Bedingungen oder von einem neuen Entwickler SO zu ende geführt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Projekt mit Baugenehmigung zu veräußern, ist nicht ungewöhnlich. Die Genehmigung hängt juristisch am Grundstück, nicht am Bauherrn. Alternativ kann man auch Anteile der Projektgesellschaft verkaufen, wenn man irgendwie drin bleiben will oder muss. Das könnte der Fall sein, wenn z.B. der Generalunternehmer einer Vertragsüberleitung nicht zustimmt oder mit dem Grundstückskauf eine Realisierungsklausel verbunden ist. Aber da hängen mit Krediten, Bürgschaften etc. auch die Banken mit drin und müssen Veränderungen zustimmen. Keine Gemengelage für einen schnellen Deal.

In jedem Fall passiert eins: Das Projekt wird nochmal massiv teuerer... auch für einen potentiellen Nachfolge-Bauherrn. Ob sich das aktuell rechnet?
 
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