Ja, genau. Ich halte die Idee, Clubs zu ersetzen, also steril neu zu bauen, für naiv. Das hat schon im Aufbauhaus nicht nachhaltig funktioniert (wobei das Prince Charles ja schon ein fast perfektes Design hatte). Ich wünsche mir eben ein RAW, bei dem möglichst viel so rough bleibt, wie es ist, und man dazwischen maximal kontrastreich sehr große Gebäude setzt. Das Flächenpotential dafür ist ja durchaus da. Und es ist auch nicht wirklich jedes Gebäude dort erhaltenwert.
 
Neue Infos zum Masterplan und dem 100 Meter Turm

BZ Berlin

raw-3_1648664178.jpg

Copyright : Kurth Real Estate
 
^ sind doch nur Baumassen. Die finalen Entwürfe der einzelnen Gebäude stehen noch gar nicht fest, werden in entsprechenden Wettbewerben noch entschieden. Aber grundsätzlich gefällt mir der obig gezeigte städtebauliche Entwurf ganz gut.
 
Ist das der Expo 2000 Pavillon der Niederlande?

Aber gut, dass das Hochhaus etwas versetzt nach hinten an den Gleisen liegen soll und nicht wie das EDGE direkt an der Straßenfront. Mir schwante eine unangenehme Enge an der Stelle, die so vermieden wird.

Meine Wette...offene, begrünte Zwischengeschosse wird es leider nicht geben.
 
Ohne Worte( (heute im TSP):
[…] 2019 wurde ein Aufstellungsbeschluss gefasst, der einen Mix von Büros, Gewerbe sowie soziokultureller und gemeinwohlorientierter Nutzung vorsah. Bezirk und Investor zogen hier – nicht selbstverständlich in Berlin – lange an einem Strang. Doch damit ist es seit gut einem Jahr vorbei. „Seit der Vorhabenträger im Juni 2024 seine Bereitschaft zur gemeinsamen Erarbeitung des Bebauungsplans zurückgezogen hat, ruht das Verfahren“, teilte ein Sprecher des Bezirksamts auf Tagesspiegel-Anfrage mit. Demnach werde nun doch die Möglichkeit einer Wohnbebauung geprüft. Eine Festsetzung des Bebauungsplans bis Ende 2026 unter Berücksichtigung gesetzlicher Fristen und Bearbeitungszeiträumen von Dienstleistern sei „sehr unwahrscheinlich“.
Lauritz Kurth, Geschäftsführer des Immobilienunternehmens, macht für das Ende der Zusammenarbeit die „mangelnde Kooperations- und Lösungsbereitschaft seitens des Bezirks“ verantwortlich. „Langfristig anberaumte Jour fixe wurden kurzfristig abgesagt oder Kernakteure nahmen unangekündigt nicht teil, Mails oder Protokolle wurden seitens des BA teilweise nicht oder nur sehr schleppend und inhaltlich unzureichend bearbeitet“, teilte er mit. Ob und wann das geplante Hochhaus entsteht, ist damit immer noch offen.[…]
 
Man wird sich hier gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben wollen, aber insgesamt glaube ich natürlich schon das es der Bezirk ist, der hier verschleppt und verschleppt, weil er eine "Aufwertung" (wie schrecklich das sich eine Stadt entwickelt) befürchtet und lieber alles mit Sozialwohnungen Vollklatschen würde um sein Wählerklientel nicht zu verlieren...
 
Meine Erfahrung als Architekt zeigt mir, dass die oben zitierte Äußerung des Investors meist nur die halbe Wahrheit ist. Sicher sind die Ämter gerade in Berlin nicht die effektivsten. Aber Investoren sind häufig nur schlecht informiert, haben die Basics nicht geklärt und stellen unmögliche Forderungen oder wissen garnicht was Sie eigentlich genau wollen. Es werden häufig Bauantrage gestellt ohne eine ordentliche Entwurfsplanung. Das führt dann dazu das die Anträge immer wieder erneuert werden und mehrfach geprüft werden müssen. Man spekuliert und möchte zunächst den Grundstückswert (durch Erhalt einer Baugenehmigung) steigern ohne Mieter (ausgenommen Wohnungsbau) für den Neubau zu haben. Wenn das Amt dann irgendwann nach etlichen Änderungen und Anschuldigungen keinen Bock mehr hat kann ich das verstehen. Ob das im o.g. Verfahren der Fall war kann ich nicht beurteilen. Ist aber in meiner Laufbahn bei fast jedem privaten "Bauträger" der Fall gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Back
Top