Malmöer Straße 28

BerlinerBauleiter

Platin Mitglied
Wie Thomas Daily berichtet, plant Project Investment hier den Neubau von einem zweiteiligen Wohnkomplex. Eine Tiefgarage soll auch Bestandteil des Projektes sein.
 

Xorcist

Bekanntes Mitglied
Lange Zeit war es hier ziemlich ruhig um das Projekt. Ausser, dass vor 3 Jahren ein Werbebanner über die Einfahrt gespannt wurde, ist nichts weiter passiert. Jetzt gibt es aber endlich Neuigkeiten dazu. Die PROJEKT Immobilien startete laut DEAL-Magazin den Verkauf der Eigentumswohnungen und man möchte noch 2021 mit dem Bau von 84 Ein- bis Drei-Zimmer Wohnungen beginnen. Visualisierungen wurden ebenfalls veröffentlicht.
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Bilder PROJEKT Immobilien
 

Xorcist

Bekanntes Mitglied
Und gerade im Sommer kann von der BSR ein ziemlicher Gestank rüberziehen. Zudem starten täglich, früh morgens zig Müll-LKWs ihre Tour (bis zu 70 Fahrten). Die Anwohner beschweren sich regelmäßig darüber, aber die BSR hat kein Interesse, den Standort zu wechseln.
 

Xorcist

Bekanntes Mitglied
Seit kurzem wird das Grundstück geräumt. Die Garagen wurden schon abgerissen. Als nächstes ist der kleine Altbau wohl dran, in der obersten Etage fehlen schon die Fenster. Irgendwie schade drum, ist zwar kein architektonisches Highlight, aber hatte irgendwie Charme.
Zustand der letzten Jahre:


Von heute mittag:
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Bilder von mir (c) Xorcist
 

Xorcist

Bekanntes Mitglied
Bin gespannt, ob sich die zukünftigen Bewohner mit den Nachbarn der Malmöerstr. 29 vertragen werden. Da prallen Gegensätze aufeinander. Das Projekt M29 versteht sich nämlich als basisdemokratisch organisiertes, egalitäres, antisexistisches, antirassistisches und antifaschistisches Projekt. Die Bewohner erachten das Hausprojekt als Teil der sozialen Bewegung für eine Stadt von unten, die sich gegen die Auswirkungen neoliberaler Stadtpolitiken und einer vermeintlichen Sachzwanglogik und Alternativlosigkeit positioniert und organisiert. Sie sind gegen fortschreitende Vereinzelung und Konkurrenz, Verdrängung von sozial und finanziell Benachteiligten und nicht zuletzt die Profitorientiertheit von Immobilienfirmen. Genau die bekommen jetzt so eine hochpreisige Wohnimmobilie als direkten Nachbarn
 

Urbanista

Mitglied
Und wenn die neuen Nachbarn sich nun ebenfalls als antisexistisch, antirassistisch und antifaschistisch verstehen, aber über das nötige Kapital verfügen (es reicht ein Einkommen bei zwei Vollzeitverdienern bspw. in der IT-Branche oder dem öffentlichen Dienst mit einem Masterabschluss und E13-Einstufung, um das Mal einzuordnen), sich dort eine Eigentumswohnung zu kaufen? Müssen die dann die Nachbarn der M29 um Erlaubnis bitten?
Berlin ist doch absolut groß genug, beide Lebensentwürfe zu vertragen, sehr gerne auch direkt nebeneinander. Ohne die M29 zu kennen, hoffe ich, dass diese dort ebenfalls nicht Verdrängung fürchten müssen, sondern das Haus ihnen gehört.

Und auch, wenn mein Beitrag nicht besser ist: Wir sollten das Politikgeplänkel raushalten. Ein Wohnprojekt kann per se nicht "falsch" sein, nur in den Augen einiger Weniger.
 
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