Alexa - Alexanderstraße

Hasenbein

Bekanntes Mitglied
Monotone Architektur ist nun mal das Markenzeichen von Ordner + Ortner. Und die sind auch geschäftstüchtig genug um zu wissen, dass genau das in Berlin politisch gewollt ist. Deshalb gehören Ortner + Ortner zu den bevorzugten Architekten von Frau Lüscher.
Eigentlich sollten O&O schon wegen des Schandmals Alexa Shoppingmall in Berlin nichts mehr bauen. Aber irgendwie gewinnt immer O&O. Oder Volker Staab.
 
Ich kann die harsche Kritik am Alexa von allen Seiten irgendwie nicht nachvollziehen.
Vielleicht verstehe ich auch einfach nicht warum der Bau eine, wie du sagtst, staedtebauliche Monstrositaet sein soll ... vll brauche ich dafuer eine Erklaerung.
Wenn man mal allein die architektonische Gestaltung betrachtet, muss man durchaus von einem gewagtem, aber doch sicherlich erfrischenden Design fuer die Gegend sprechen. Die Farbe ist sicherlich geschmackssache, doch sicherlich besser als ein weiterer grau-brauner DDR-Style Block, der der gestalterischen Monotonie und Tristheit den Rest gegeben haette. Der Bau hebt sich von dem sonstigen Einheitsgrau ab.
 
Ich finde die Farbe furchtbar, den Bau an sich nicht gelungen. Zwischen aubergine (oder was auch immer das für eine Farbe sein soll) und Einheitsgrau gibt es ja vielleicht noch ein paar andere Farbschattierungen, oder? :)

Der Bau hat so was billiges an sich. Da springt einem eine gewisse Provinzialität entgegen. Wenn ich mir dagegen die Bauten aus der Vorkriegszeit (1930) am Alex anschaue, also die beiden Bauten die den Krieg überlebt haben, so muss ich feststellen, dass diese architektonisch, obwohl um Jahrzehnte älter, dem Alexa-Bau um Jahrzehnte voraus sind.
 
Geht mir auch so - ich habe in China gelebt wo es wirklich die unfassbare Shoppingmalls gibt - unfassbar toll und unfassbar scheusslicb. Aber dieses Alexa schafft weder das Eine noch das Andere. Wie "gewollt und nicht gekonnt", die Anspielungen auf die Goldenen Zwanziger missglückt, ohne Charme und die Ausführung schlampig, als sei es darauf angelegt drittklassiges Publikum mit schlecht gefärbten Haaren anzulocken.
 
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