ICC - Internationales Congress Centrum

Rot-rot-grün möchte das ICC vorerst nicht sanieren, da Corona-Krise, BER und co. zu viel Geld kosten.
Die CDU kritisiert dies als Armutszeugnis.

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2021/05/icc-messe-finanzierung-berlin.html
Ich muss der CDU hier Recht geben, dass diese Politik in der Tat ein Armutszeugnis ist. Hier droht ein weiterer Verfall an prominenter Stelle und mit prominenten Bau. Man sollte private Investoren ranlassen, so meine Sicht, sonst wird das in 20 Jahren nichts.
 
Für private Investoren ist das Projekt uninteressant. Die Risiken aus Politik (Senat-Bezirk), Denkmalschutz und dem Urheberrecht der Architekten sind einfach unüberwindlich. Der Bau ist zudem schadstoffbelastet und technisch verschlissen und allein für den Tausch der Lüftungszentrale müsste die abdeckelnde Betondecke abgerissen werden.

Was will man heute 2021 mit Corona mit 200.000 m² BGF neben der Messe anfangen? Auslieferungslager für Tesla? ;)
 
Die Abendschau berichtet über das ICC. Ursulina Schüler-Witte, Architektin des Baus zusammen mit ihrem verstorbenen Mann, kritisiert den Leerstand und findet es skandalös, dass solch ein Bau seit Jahren und nicht bespielt wird.

Ich gebe ihr Recht, egal ob Kino, Berlinale-Palast, oder eben Club (Berghain des Westens?) oder dergleichen..., es gäbe doch sicherlich eine Nutzung.
 
Bevor man Teile abreißt, sollte man vielleicht erst einmal ein Konzept haben.
Auch der Denkmalschutz sollte sich etwas zurückhalten finde ich, denn es kann doch auch nicht in deren Interesse sei, wenn der Bau am Ende völlig verfällt.
 
"Ich fände es am wichtigsten, dass überhaupt mal eine Entscheidung getroffen wird", sagte Messechef Martin Ecknig im Podcast "Richter und Denker" der "Berliner Morgenpost". "Weil „einfach nur so weiter“ macht das ICC noch teurer, macht es noch schwieriger."

Eckning verknüpft sinnfällig den Umbau des Autobahndreieckes Funkturm mit der Zukubft des ICC und schreckt auch vor der Vorstellung "Abriss" nicht zurück. Nach der Wahl geht sowas wohl wieder. ;)
 
Für die Instandsetzung des ICC will Berlin kein weiteres Geld in die Hand nehmen. Man will das Gebäude über Erbbaurecht an einen privaten Investor für 99 Jahre übertragen. Der neue Betreiber solle das Haus im Hinblick auf seine eigene Nutzung dann selbst sanieren.

Auf Basis dieser Bedingungen will der Berliner Senat einen Beschluss fassen und anschließend soll sich das Berliner Abgeordnetenhaus damit beschäftigen. Das Konzeptverfahren könnte dann möglicherweise diesen Herbst beginnen. Der Wirtschaftssenator Stephan Schwarz sieht allerdings einen längeren Wettbewerb vorraus und denkt laut, dass frühestens im Jahr 2026 entschieden würde.

Inhaltlich will Berlin sich dabei am Pariser Centre Pompidou ein Vorbild nehmen und plant ein Zenzrum für Kunst und Kultur.
Q: Radio Eins
 
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Die Morgenpost berichtet heute hinter der Schranke, dass sich das Baukollegium für eine Hochhaus-Ergänzung ausgesprochen habe. Das wäre ja erfreulich, um diesem funktional problematischen Denkmal ein wenig mehr Nutzen einzuhauchen. Ich erinnere mich nur an Pläne mit einem Turm, der sich aus der Rampenhelix des Parkhauses heraus erhebt. Weiß jemand mehr?

https://www.morgenpost.de/berlin/ar...pricht-sich-fuer-Hochhaus-Ergaenzung-aus.html

Hier schonmal der Link zur gestrigen Sitzung auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=k0iv3UTUK4w&ab_channel=SenatsverwaltungStadtentwicklung,Bauen&Wohnen
 
Franziska Giffey ist in München auf der Expo Real und will für das ICC werben. Geplant ist ein Wettbewerb im November, bei dem Investoren und Architekten gesucht werden sollen, die das ICC im Erbbaurecht übernehmen wollen.
Denkmalschutz und Sanierungskosten von mehreren hundert Millionen erwartet einen möglichen Investor.

Die Abendschau hat eben davon berichtet: https://www.rbb-online.de/abendschau/
 
Am 25.11. sollen weitere Details zu dem Wettbewerb bekannt gegeben werden. Bis August 2026 soll das Verfahren laufen und dann erst 2028 eine Entscheidung und "Vergabe" erfolgen.
Also circa vier Jahre dafür? Wenn man wenigstens wüsste, dass es dann wirklich losgeht, aber das kann man wohl anzweifeln. Zudem stellt sich mir die Frage, ob Idee + Investor notwendig ist oder nur Entwürfe/Ideen gesammelt werden und dann noch ein Investor gesucht werden muss?
 
Am Ende wird das Gebäude 20, 30, 40 Jahre leer gestanden haben. Aber Berlin kann sich das ja locker leisten. Die paar Milliönchen jedes Jahr an laufenden Kosten und entgangenen Einnahmen. Was soll's. Der einzige Trost ist: Das Ganze spielt nicht mehr so die Rolle - denn die Relevanz, die Berlin mal als Kongress- u Messestadt hatte, ist eh unwiederbringlich Vergangenheit. Die Musik spielt mittlerweile in Asien und den USA. Das haben die Berliner nur noch nicht gemerkt.
 
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