Hasenheide 119

BerlinerBauleiter

Platin Mitglied
Man sieht auf historischen Ansichten von vor dem Krieg, dass offenbar schon in den 1930er diese Brandwand bestand.
Die Häuser dahinter scheinen auch Nachgründerzeitbauten. Offenbar sollte die Straße verbreitert werden. Vielleicht hing es auch mit dem U-Bahnbau zusammen, dass dort ein Eckhaus weichen musste.

Hier links im Bild, könnte das der alte Eckbau sein, oder täuscht das Bild nur, da es vielleicht spiegelverkehrt ist? o_O

Immerhin versucht man diese Wunde nun zu heilen. Es hätte aber durchaus etwas eleganter werden können. Die Fenster in der ehemaligen Brandwand sind äußerst klein, was statisch vielleicht auch nicht anders machbar ist, aber auch der eckige Abschluss oben an der prominenten Ecke wirkt nicht sonderlich überzeugend.


(C) Ziegert Immobilien
 

BerlinerBauleiter

Platin Mitglied
Hier der alte Rollkrug, die Straße war damals eine kleine Seitenstraße.
Der "Schuppen" links wurde in der Gründerzeit ersetzt, der niedrige Eckbau rechts wurde offenbar abgerissen zur Straßenerweiterung und zum U-Bahnbau. Bei dem Bau mit Brandwand dachte man vermutlich noch, dass ein Eckbau anschließen wird.
 

Hasenbein

Bekanntes Mitglied
Hm, das wirkt tatsächlich arg lieblos. Das Erdgeschoss scheint regelrecht erdrückt zu werden und hätte besser als stabiler Sockel herausgearbeitet werden können. So sieht das jetzt schon nach Neuköllner "Lycamobil"-Läden aus...
 

BerlinerBauleiter

Platin Mitglied
Waren an der brandwand schon immer so viele Graffiti, oder wurden die Gerüste dafür genutzt?^^
 

Urbanista

Aufsteiger
Diese Ecke wäre prädestiniert gewesen für einen Rückbau der Hermannstraße auf den nach Süden ohnehin schmaleren Querschnitt. Im Ergebnis hätte man die nötige (schmale) Häusertiefe bekommen, mit der sich ein Neubau entlang der Brandmauer gerechnet hätte - Apartments hätten dann genauso funktioniert, nur wäre dieser städtebauliche Missstand, der seit bald hundert Jahren besteht, behoben gewesen und man hätte ~ 3 bis 4.000 m² neue BGF gewonnen.

Ähnliches könnte man am U-Bhf Boddinstraße verwirklichen und die abgerissenen Vorderhäuser wieder aufbauen, aber wahrscheinlich wird man sich auch hier mit Fenstern in den Brandwänden zufriedengeben und gleichzeitig jammern, dass nicht genug Bauland zur Verfügung steht..
 
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