#1
Ab März 2017 werden 6000 Quadratmeter Bürofläche von der TLG am Alexanderplatz für fünf Jahre neu vermietet, wie Thomas Daily berichtet. Zuletzt schien es ja so, als wenn mögliche Hochhäuser vor den Riegel errichtet werden könnten, nachdem die Alexanderstraße verschmälert wurde.
 

BeenTrillBerlin

Silbernes Mitglied
#4
Ernsthaft, das ist bitter .... 5 lange Jahre warten und dann weiß man ja auch nicht ob ein Abriss definitiv anstehen wird, bis dahin kommt bestimmt noch ein Denkmalschutz :D
 
Zuletzt bearbeitet:

guruz

Bekanntes Mitglied
#5
#8
Ich war da und es entwickelt sich leider in die Richtung, die man seit 2007 von Frau Lüscher kennt - und das ist kein Bashing, es ist in dem Fall leider traurige Realität.

TLG als Inhaber und gleichzeitig Investor stellte heute lediglich einen Plan mit Baumassenstudien dar. Auf der linken Seite konnte man die geplanten Hochhäuser nach dem Kollhoffplan sehen, auf der rechten Seite die neue Variante. Aus den 150 Meter hohen Hochhäusern mit sich nach oben verjüngenden Baukörpern wurden 130 Meter hohe Kästen, die keinerlei Variation der Höhe mehr zulassen, da die BGF gleich bleibt.
TLG verzichtet hier freiwillig auf die 20 Meter (es besteht hier Baurecht!) und fragte geradezu devot nach, ob denn "die Höhe in Ordnung" ginge, was Frau Lüscher bejahte.

Die Senatsbaudirektorin Lüscher lobte ausdrücklich die Ensemblewirkung im Bezug zum Baukörper des Hotel Stadt Berlin / Park-Inn. Die Häuser werden sicherlich nicht genauso aussehen, die Volumina werden aber sehr ähnlich sein.

Aus meiner Sicht die einzig positive Entscheidung: TLG arbeitet intensiv am Projekt und es soll im nächsten Jahr ein zweistufiges Verfahren gestartet werden. Zudem sollen die drei geplanten Baukörper (zwei Hochhäuser mit Blockrandsockel und ein Blockrand in Traufhöhe) von unterschiedlichen Architekten erarbeitet werden, damit die drei Gebäude nicht wie aus einem Guss aussehen. Immerhin etwas Vielfalt.
Negativ aufhorchen ließ noch der Vorschlag der Senatsbaudirektorin, die Karl-Liebknecht-Straße mit einem "ein- bis zweigeschossigen" Durchgang mit den Hinterhöfen rund um die Keibel- und Alex-Wedding-Straße zu verbinden, obwohl nördlich des abzureißenden Hofbräuhauses bereits eine öffentliche Straße existiert. Womöglich entsteht hier also auch noch ein Schmuddelecke als Durchstich, der die 70er-Jahre-Fantasien der heutigen Veranstaltung unterstreicht.

Am Ende entsteht hier, völlig unnötig, eine 130 Meter hohe Wand. Keinerlei Variation in der Höhe, keinerlei Diskussion darüber, im Gegenteil, ein unterwürfiger Investor, der diesem merkwürdigen informellen Format die Krone aufsetzt.

Peinlicher Höhepunkt war jedoch TOP 2 (Hochhaus Jannowitzbrücke): Hier sagte Frau Lüscher, dass der Investor froh sein könne, dass er "mit einem Hochhaus nach Hause gehen dürfe" - so als entschiede dieses Gremium über jegliche städtebauliche Entwicklung im übergeordneten Maßstab.
 
#9
Vielen Dank für die ausführlichen Berichte. :)

Am Alexanderplatz freut man sich ja inzwischen über fast jede Entwicklung. Ich halte es jedoch für fatal, die Hochhäuser nun alle auf eine Höhe von 130 Meter begrenzen zu wollen. Durch diese "Höhenmonotonie" wird das ganze doch eher langweilig wirken. Eine dreiteilige Gliederung dagegen verspricht Abwechslung. In jedem Fall erfreuliche Neuigkeiten, dass auch hier Interesse besteht, zeitnahe das Areal zu entwickeln.
 
#12
Ich war da und es entwickelt sich leider in die Richtung, die man seit 2007 von Frau Lüscher kennt - und das ist kein Bashing, es ist in dem Fall leider traurige Realität.

TLG als Inhaber und gleichzeitig Investor stellte heute lediglich einen Plan mit Baumassenstudien dar. Auf der linken Seite konnte man die geplanten Hochhäuser nach dem Kollhoffplan sehen, auf der rechten Seite die neue Variante. Aus den 150 Meter hohen Hochhäusern mit sich nach oben verjüngenden Baukörpern wurden 130 Meter hohe Kästen, die keinerlei Variation der Höhe mehr zulassen, da die BGF gleich bleibt.
TLG verzichtet hier freiwillig auf die 20 Meter (es besteht hier Baurecht!) und fragte geradezu devot nach, ob denn "die Höhe in Ordnung" ginge, was Frau Lüscher bejahte.

Die Senatsbaudirektorin Lüscher lobte ausdrücklich die Ensemblewirkung im Bezug zum Baukörper des Hotel Stadt Berlin / Park-Inn. Die Häuser werden sicherlich nicht genauso aussehen, die Volumina werden aber sehr ähnlich sein.

Aus meiner Sicht die einzig positive Entscheidung: TLG arbeitet intensiv am Projekt und es soll im nächsten Jahr ein zweistufiges Verfahren gestartet werden. Zudem sollen die drei geplanten Baukörper (zwei Hochhäuser mit Blockrandsockel und ein Blockrand in Traufhöhe) von unterschiedlichen Architekten erarbeitet werden, damit die drei Gebäude nicht wie aus einem Guss aussehen. Immerhin etwas Vielfalt.
Negativ aufhorchen ließ noch der Vorschlag der Senatsbaudirektorin, die Karl-Liebknecht-Straße mit einem "ein- bis zweigeschossigen" Durchgang mit den Hinterhöfen rund um die Keibel- und Alex-Wedding-Straße zu verbinden, obwohl nördlich des abzureißenden Hofbräuhauses bereits eine öffentliche Straße existiert. Womöglich entsteht hier also auch noch ein Schmuddelecke als Durchstich, der die 70er-Jahre-Fantasien der heutigen Veranstaltung unterstreicht.

Am Ende entsteht hier, völlig unnötig, eine 130 Meter hohe Wand. Keinerlei Variation in der Höhe, keinerlei Diskussion darüber, im Gegenteil, ein unterwürfiger Investor, der diesem merkwürdigen informellen Format die Krone aufsetzt.

Peinlicher Höhepunkt war jedoch TOP 2 (Hochhaus Jannowitzbrücke): Hier sagte Frau Lüscher, dass der Investor froh sein könne, dass er "mit einem Hochhaus nach Hause gehen dürfe" - so als entschiede dieses Gremium über jegliche städtebauliche Entwicklung im übergeordneten Maßstab.

Danke für den ausführlichen Bericht.

Es liest sich wirklich gruselig. Offensichtlich haben die drei Sabbatmonate, die Frau Lüscher mit Malen und Atmen in der Schweiz verbrachte, nicht für eine nötige Durchlüftung mancher Hirnwindungen gesorgt. Zu Sprüchen wie "dass der Investor froh sein könne, dass er mit einem Hochhaus nach Hause geht" oder zur Unterwürfigkeit von TLG fällt mir wirklich nichts ein.

Ich kann mich nur wiederholen. Frau Lüscher ist eine absolute Fehlbesetzung.
 

maxxe

Goldenes Mitglied
#13
Die BZ zeigt auch eine Visualisierung.

Und was ich hier sehe gefällt mir deutlich besser, als der jetzige Riegel. Wenn das die Baumassenstudie ist, die Urbanista am Montag gesehen hat, dann verstehe ich die Kritik leider nicht. Kleinteilige Bebauung mit Blockrandsockeln für zwei Hochhäuser ... ist doch top. Zudem sind die beiden Hochhausbaumassen zueinander gedreht, das lockert die "Wand" doch noch einmal auf. Und wie die Gebäude als Ensemble wirken wird nicht alleine durch die Baumassen bestimmt, die Architektur spielt da eine wichtige Rolle und da die 3 Gebäude von 3 verschiedenen Büros gestaltet werden, sehe ich da kein Risiko zur Monotonie. Der einzige Kritikpunkt sind die Höhen ... nicht unbedingt im Sinne, dass man höher bauen sollte, sondern im Sinne, dass man diese etwas variieren sollte, auch mal ein Gebäude mit 80m integrieren sollte.

Positiv finde ich auch, dass man die Gebäude scheinbar näher an die Straße zieht. Damit wird man endlich diesen Kommunistischen Charme der extrem breiten Straßen los.

Ansonsten sehe ich hier keine traurige Schlagzeile, die man kaum noch lesen könne .... ich bitte dich BeenTrill.

Zudem will ich anmerken, dass der Kollhoffplan auf der selben Fläche 3 gleichhohe Türme vorsah, also deutlich mehr in der Kritik stehen sollte, als das was jetzt gezeigt wurde.


LINK
 

maxxe

Goldenes Mitglied
#15
Das sage ich ja auch nicht. Das sind selbstverständlich keine Wolkenkratzer und dort könnte man auch ruhig an die 170m rangehen, aber dass das nichts wird steht quasi seit 25 Jahren "fest". Aber rein Städtbaulich gesehen ist das eine deutliche Verbesserung und keine traurige Schlagzeile.
Nur schade ums Hofbräu München ;) Hoffentlich integriert man das in den Neubau.
 
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