Kongresszentrum am Alten Schlachthof

#17
Danke! Hinzufügen möchte ich aber trotzdem, dass vielleicht jetzt der Punkt erreicht ist, an dem sich Architekten und Stadtplaner aus dem Würgegriff der Bebauungspläne befreien wollen. Ich beschäftige mich mit dem Projekt der Werkbundstadt, die sicher architektonisch hoch spannend ist - aber noch viel mehr in bau- und planungsrechtlicher Hinsicht ein epochaler Durchbruch werden könnte: denn nach heute geltendem Recht dürfte man das Gelände in der Verdichtung so nicht bauen.
Es wäre heutzutage völlig unzulässig, so viele Wohnungen auf so wenig Raum unterzubringen (obwohl die Dichte bei Weitem geringer ist als in jeder europäischen Altstadt) und außerdem ist das Gebiet für Industrie ausgewiesen. Wenn es gelingt, dieses Gelände so zu bebauen und dafür die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, dann...

...könnte man sich auch eine Vermischung von Kongresszentrum mit Gewerbe und Wohnen vorstellen. Wenn!

Und siehe da:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/urbanes-gebiet-wird-lauter-und-dichter-14543875.html
 
#18
Auch hier mal wieder ein ausführlicher Artikel der Berliner Morgenpost zum Areal alter Schlachthof , So bekommt wohl die Bürgerinitiative " Nichtnochncenter " zuspruch von der CDU & SPD , Die Initiative zielt darauf hinaus das auf dem Areal Freizeit und Begegnungsstätte entstehen sollen, das aber wiederrum gegen den Bebauungsplan spricht.
 
#19
Auch die Berliner Woche hatte davon berichtet.

Gefordert wird eine Änderung des Bebauungsplan IV 2a. Dabei wünscht man sich, dass die Otto-Ostrowski-Straße nicht geöffnet wird, die alten Denkmalhallen gerettet werden und nicht dem weiteren Verfall überlassen werden sollten. Zudem fordert man eine Anpassung an die aktuellen Bedürfnisse im Kiez. So werden z.B. Jugendeinrichtungen oder eine Grundschule benötigt.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Grünanlagen will sich demnächst mit dem Thema befassen.
 
#25
Die Abendschau hat von den Löscharbeiten berichtet, die heute noch den ganzen Tag angedauert haben. Vermutet wird Brandstiftung. Auch ein Kanister soll gefunden worden sein. Die genaueren Ermittlungen übernimmt die Polizei.
Das Projekt hatte bekanntlich nicht nur Freunde. In der Baugrube im Hintergrund hat sich jedoch seit einem halben Jahr nichts mehr getan.
 
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