Blncty1903

Bekanntes Mitglied
Hi Leute,

ich melde mich nach langer Zeit mal wieder zurück :)
Die letzten Monate war ich berufsbedingt in Frankfurt am Main und war beeindruckt was dort für eine aggressive Baulust vorherrscht.
Mein Hotelzimmer befand sich im 23. Stock eines Hochhauses direkt im Bankenviertel aus dem ich einen perfekten Blick auf zwei riesige Projekte haben durfte (eins davon war das FOUR).
Die Projekte hatten auch Samstags ab 8 Uhr bis Abends durchgehend Bauaktivität zu verzeichnen.
Echt jeder Frankfurter mit dem ich über diese vielen Bauprojekte gesprochen habe, hat positiv auf die Themen reagiert und die vielen Bauaktivitäten unterstützt.
Als ich dann gestern wieder in Berlin ankam und nach zwei Monate wieder das erste mal die Sbahn betrat, habe ich ein Paar beobachten können, welches sich aus dem Fenster blickend über jede Baustelle aufgeregt hat.
"Bestimmt wieder nur für Reiche"
"Das ist doch viel zu hoch" ( Diesen Kommentar gab die Frau zum Hochhausstummel OASIS ab)
"Eine Frechheit"
...
Ich finde im Großen und Ganzen spiegelt die Berliner Baupolitik (vorallem in Sachen Hochhäuser) , welche starken Einfluss von Linken und Grünen hat, auch echt die Meinung des Großteils der Berliner wieder.

---
Nun nochmal konkreter Bezug auf den Hochhausrahmenplan:
@maxxe's Kommentar +1
 

SchauBau

Goldenes Mitglied
Unter der Überschrift "Wolkenkratzer für alle" berichtet der Tagesspiegel über das Hochhausleitbild des Senats.
Grob gesagt können überall Hochhäuser gebaut werden, wenn etliche! Bedingungen erfüllt sind, die im Leitbild festgelegt sind.
Nur in besonderen Gegenden seien Hochhäuser ausgeschlossen.
Das Prinzip des Leitbildes sei, dass die Stadt von der Wertschöpfung eines Hochhausgrundstücks etwas abhaben möchte und zwar in Form von preisgebunden Wohungen im Objekt, Ersatzflächen oder Ersatzbauten. Das Hochhaus selbst soll öffentlich/ kulturell nutzbare Anteile haben.
Im Prinzip ganz ok, ich fürchte mich nur ganz doll vor der bürokratischen Umsetzung...

 

Hasenbein

Bekanntes Mitglied
Die Politik tut so, als fordere sie etwas von den "bösen Investoren". Dabei sind es in Wahrheit die Mieter oder Käufer einer Eigentumswohnung, die durch überhöhte Preise die billigen Mieten der Harz-4-Empfänger bezahlen müssen. Leider zielt die Politik in Berlin ja nicht gerade darauf ab, der Supermarktkassiererin, dem Feuerwehrmann oder der Krankenschwester das Wohnen zu ermöglichen oder - da sei Gott oder Karl Marx vor- womöglich den Zugang zu Wohneigentum.
 

Oranien

Aufsteiger
In Kürze steht da drin:
- Senatsverwaltung fordert in ihrem Konzept ein Verbot des Hochhausbaus am Ku'damm
- Bezirk fordert im Rahmen des Entwicklungsplans "Charta City West 2040" das Gegenteil
- Beide Körperschaften trieben ihre jeweilige Planung voran, ohne mit der anderen Körperschaft zu reden
- Beide sind von der jeweiligen anderen Körperschaft enttäuscht - und die Fronten verhärten sich
- Der Bezirk kritisiert, dass der Senat beispielsweise vor 4,5 Jahren die Planung am Hertzallee und Hardenbergplatz an sich gezogen habe - seither aber nichts vorangetrieben habe (dit is Berlin!)
- Der Bezirk hält den Ansatz des Senats eine Ansammlung von Glaubenssätzen ohne Bezug zur Praxis
- Auch das Abgeordnetenhaus stellt sich gegen den Senat
- Der Senat kritisiert, dass der Bezirk den Senat bei seinen Planungen ignoriert habe
- Der Senat erklärt, dass er rein formal den Bezirk im Rahmen eines solchen Verfahrens nicht einbeziehen müsse
 

lfniederer

Bekanntes Mitglied
Vielleicht bräuchten wir mal einen neuen Senat, der in großen Zügen und perspektivisch denken und planen kann und nicht vor Piefigkeit, Ideologie, Realitätsferne und Unfähigkeit sich selbst ständig und Berlin im Weg steht?
 

BeenTrillBerlin

Goldenes Mitglied
Auch die B.Z. berichtet das die Fronten zwischen Senat & Bezirk verhärtet sind. Der Senat will seinen Entwurf in einer 4 Wochen dauernden Onlineabstimmung auf meinberlin.de beschliessen. :mad::mad: . Bleibt zu wünschen das die auf dem Portal mal ordentlich Gegenwind bekommen würden.
 
Top