Areal des SEZ - Sport- und Erholungszentrums

Ja, eine „Errungenschaft“ auf Kosten des Rest des Landes und zur Bespielung der Massen. Den „Erfolg“ von 16 Mio Besuchern (wahrscheinlich eine genauso ehrliche Zahl wie die seinerzeitigen Wahlergebnisse) kann es nur in Diktaturen geben, da dort die Auswahlmöglichkeiten begrenzt sind. Errungenschaft des Volkes heißt es in Nordkorea auch immer noch, wenn der Diktator sich ein Denkmal erstellt und die ihm ergebenden Massen zujubeln.
Das runtergekommene Ding jetzt zu einer Ikone hochzujazzen gelingt anscheinend nur einem in der Vergangenheit lebenden Volk, das im Begriff ist, seinen Wohlstand vollends zu verlieren sowie weltweit in eine gewisse Bedeutungslosigkeit zu rutschen und anstatt das eigene Versagen einzugestehen, konsequent die Schuld im Außen sucht, namens „Böser Westen“, „Jammer-Ossi“, „Miethai“, „Kapitalisten“ oder was auch immer…früher war alles besser…heute sind alle Opfer.
50 Demonstranten waren heute vor Ort. Und ich frage mich, wie kann es sein, dass diese Leute mitten in der Woche so spontan Zeit haben für solche Ich-bin-gegen-jede-Veränderung-Aktionen (möchte nicht wissen, wie viel davon im Staatsdienst sind oder auf irgendeinem Ticket unseres Steuergeldes unterwegs). Noch lebt es sich anscheinend gut in dieser alimentierten Wohlstandsblase. Kein Wunder, dass einen frühere Dritte-Welt-Nationen inzwischen rechts und links locker überholen.
 
Nun ja, ich habe das SEZ nicht zu einer Ikone ''hochgejazzt''. Ich habe jediglich die Bedeutung des Ortes und dessen architektonisches Alleinstellungsmerkmal aufgezeigt und dass es ein gesamtstädtischer Verlust ist. Mein Problem ist, wenn solche Orte endgültig verschwinden, dass keine mehr nachkommen.

Besteht denn das Leben in der Stadt nur aus Wohnen in Investorenboxen, Bürohochhäusern und finsteren Aldi-Filialen mit niedriger Decke?

Und ganz ehrlich: die Theorie, dass die Demonstranten vom Staat bezahlt werden, klingt nach einer tollen Stammtischtheorie aus irgendwelchen Telegramgruppen. Ich tu mal so als hätte ich sie noch nie gehört und wüsste nicht woher sie kommt ....
 
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Wenn wir mal im Jetzt drüber sprechen: welche Bedeutung soll denn dieser Unort an dieser fürchterlichen Straßenkreuzung haben?
Alle höheren in der Gegenwart herbeigeredeten Bedeutungen dieses Ortes, speisen sich doch lediglich aus der schönen guten alten Zeit, der Kindheitserinnerung Einiger.

Aber es gibt einen Zeitgeist und der sagt dass es heute keinen großen Bedarf für staatlich organisierten, verordneten und subventionierten Freizeitspaß gibt. Aus diesem Grund wird auch der Spreepark niemals mehr das was er in der Erinnerung einiger ist.

Jeder Konjunktiv der eine mögliche strahlende von öffentlicher Hand finanzierter Zukunft dieser Orte herbeiredet scheitert am heutigen Bedarf und dem Berliner Haushalt, egal wer den Senat bildet.

Und ja, auch das ist Zeitgeist: aktuell besteht das Leben viel aus Wohnen und vor allem der Not eine Wohnung zu finden. Das ist eines der größten Probleme der Menschen in der heutigen Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, eine „Errungenschaft“ auf Kosten des Rest des Landes und zur Bespielung der Massen. Den „Erfolg“ von 16 Mio Besuchern (wahrscheinlich eine genauso ehrliche Zahl wie die seinerzeitigen Wahlergebnisse) kann es nur in Diktaturen geben, da dort die Auswahlmöglichkeiten begrenzt sind. Errungenschaft des Volkes heißt es in Nordkorea auch immer noch, wenn der Diktator sich ein Denkmal erstellt und die ihm ergebenden Massen zujubeln.
Das runtergekommene Ding jetzt zu einer Ikone hochzujazzen gelingt anscheinend nur einem in der Vergangenheit lebenden Volk, das im Begriff ist, seinen Wohlstand vollends zu verlieren sowie weltweit in eine gewisse Bedeutungslosigkeit zu rutschen und anstatt das eigene Versagen einzugestehen, konsequent die Schuld im Außen sucht, namens „Böser Westen“, „Jammer-Ossi“, „Miethai“, „Kapitalisten“ oder was auch immer…früher war alles besser…heute sind alle Opfer.
50 Demonstranten waren heute vor Ort. Und ich frage mich, wie kann es sein, dass diese Leute mitten in der Woche so spontan Zeit haben für solche Ich-bin-gegen-jede-Veränderung-Aktionen (möchte nicht wissen, wie viel davon im Staatsdienst sind oder auf irgendeinem Ticket unseres Steuergeldes unterwegs). Noch lebt es sich anscheinend gut in dieser alimentierten Wohlstandsblase. Kein Wunder, dass einen frühere Dritte-Welt-Nationen inzwischen rechts und links locker überholen.

Meine Güte, heute schlecht aufgestanden oder musst du jetzt bei jedem Post deinen ganzen Kummer hier ergießen?
Ja, das SEZ war ein Highlight im Osten, jeder kannte es, meine Eltern haben sich dort kennengelernt.
Es gibt keine Abrissgenehmigung und es wird dennoch einfach angefangen.
Ob die Leute jetzt Urlaub nehmen, eine Pause im Home-Office machen oder früh oder Spätschicht haben oder am Wochenende arbeiten, kannst du gar nicht wissen.
Deine Angriffe sind diffamierend und Polemik pur.

Und abgesehen davon halte ich das SEZ leider dennoch nicht mehr haltbar, das ganze wurde schon vor Jahren von anderen Leuten vermasselt, ganz vorne Weg Herr Sarrazin.
 
Das SEZ war schon ein besonderer, magischer Ort. Besonders in den Achtzigern war es wie ein Wunder, aus der lärmenden und schmutzigen, abgasgeschwängerten Umwelt in diesen hellen Tempel der wohligen Wärme zu treten.

Aber das sind eben, wie StefanM richtigerweise schreibt, Erinnerungen. Heute muss man für ein ähnliches Vergnügen nach Templin, Fürstenwalde, Brand usw. fahren. Das ist für manche Familien sicher eine ziemliche Herausforderung. Die Stadt kann aber auch nicht alles Wünschenswerte finanzieren, so schön es auch wäre.

Insofern schließt sich hier an diesem Ort dann auch irgendwie der Kreis. Denn früher gab es auch an dieser Ecke ganz normale Berliner Wohnbebauung.
 
Heute wurde in Abendschau über die Abrissvorbereitungen des SEZ berichtet.
In dem Beitrag wird Eike Roswag-Klinge interviewt, "Professor für Baukonstruktion und klimaadaptive Architektur" an der Technischen Universität Berlin und Präsident der Architektenkammer Berlin, der sich für den Erhalt des SEZ einsetzt. Man könnte das Gebäude oder zumindest Teile davon für Schulgebäude verwenden, die von der WBM in dem geplanten Neubauprojekt vorgesehen seien. Es gibt auch eine Unterschriftenliste gegen den Abriss von "Forschenden und Denkmalschützern". Im Beitrag selbst und auch im abschließenden Kommentar von Christian Gaebler (Senator für Stadtentwicklung Bauen und Wohnen) wird gesagt, dass es nun sieben Jahre Zeit zur Diskussion gab und dass diese Einwände zu spät kämen. Eine endgültige Abrissgenehmigung gibt es aber noch nicht.
 
Ich habe Zweifel daran, dass diese eine Anekdote zu einem Restaurant einen relevanten Bezug auf das doch deutlich anders gelagerte SEZ-Gelände hat (sofern die paar Sätzchen in der BZ überhaupt aussagekräftig zur Geschichte des Restaurants sind). Auch sehe ich nicht, wieso das Restaurant im Eierhäuschen oder die vorgeschlagene Schule "staatlich gelenkte Freizeitgestaltung" ist.

Sorry Stefan, aber die gedankliche Verknüpfung der DDR-Nutzung in den 1980ern, eines zufälligen Restaurants im Plänterwald in den Jahren 2024-25 und einer zukünftigen Nutzung des Geländes (evtl. Schule, vllt auch etwas anderes) mit so einem lapidaren Schlagwort ist für mich nicht mal im Ansatz nachvollziehbar.
Floskeln aus dem Kalten Krieg und Verlinkung von vollkommen irrelevanten Anekdoten tun mEn weder dem SEZ-Gelände, noch diesem Forum einen Gefallen.
 
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Der gemeinsame Nenner beim Plänterwald und dem Eierhäuschen dessen Gastro jetzt schließen muss ist die Betreiberin die Grün Berlin GmbH.
Die gleiche Gmbh die seit Monaten an der nördlichen Zuwegung des Bahnhofs Ostkreuz fummelt und einfach nicht fertig wird, so dass die dort ansässige städtische Jugendherberge als auch andere dort im angrenzenden Kiez Wohnende seit Monaten keinen direkten Zugang zum Bahnhof haben.
Genau diese GmbH verschiebt nun auch die Eröffnung des Spreeparks im Plänterwald von 2026 auf 2027 der bei echten Berlinern mindestens genau den gleichen Stellenwert genießt wie das SEZ.
Das waren damals alles VEB's (sind mit der DDR-Pleite gegangen) also staatlich gelenkt und es scheint als ob das alles wieder VEB'siert wird und einige scheinen da einen erheblichen Gefallen dran zu finden.

Die Verknüpfung der Nutzung ist also schon da, das wissen vor allem die die das alles erlebt haben weit bevor die Flut an Leuten hier nach Berlin kam die uns dann erklären wollten wie diese Stadt und unser Leben hier funktioniert.
 
Grün Berlin ist als städtischer Betrieb natürlich so eine Art VEB und möglicherweise läuft dort auch nicht immer alles ganz optimal, die Gastro im Eierhäuschen wurde jedoch von einem Pächter betrieben. Einer der Gründe für die Aufgabe ist sicher auch der Standort, es kamen einfach zu wenige Gäste um einen sich wirtschaftlich rechnenden Betrieb aufrecht zu erhalten.
Die Stadt in Form von Grün Berlin könnte nun natürlich sagen: Alles halb so schlimm, dann machen wir es eben selbst. Was kümmert uns Wirtschaftlichkeit. Aber wäre das gut?

Und damit sind wir beim SEZ. Dort steht von vorherein fest dass sich, ähnlich wie beim Blub, ein Betrieb der vielleicht sogar Gewinne abwirft, nicht realisieren lassen wird. Die Bäderbetriebe sind auch ein riesiges Zuschussgeschäft. Zudem müssten die Gebäude, die ganze Technik, das gesamte Areal überhaupt ersteinmal in die Lage versetzt werden, wieder zu funktionieren. Das kostet sicher eine dreistellige Millionensumme. Auch hier könnte die Stadt sagen: Egal, machen wir trotzdem. Wäre das gut?

Schön wäre es natürlich. Aber wenn Berlin trotz Länderfinanzausgleich jährlich im Milliardenbereich mehr Ausgaben als Einnahmen hat, wird wahrscheinlich klar dass wir uns das nicht leisten können. Mehr noch, eigentlich zeigt der weiterhin oder wieder steigende Schuldenstand dass wir ganz deutlich über unsere Verhältnisse leben und uns eigentlich auch ein paar andere Projekte lieber "sparen" sollten.
 
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rbb24 berichtete gestern, dass das SEZ ab dem 2.3.2026 abgerissen werden soll. Die Ankündigung stammt vom aktuellen Grundstückseigentümerin WBM. Eine erste Abrissphase für den Schwimmbadbereich (inkl. Schadstoffrückbau) soll bis September abgeschlossen sein.
 
„Der Grünen-Politiker [Stadtrad Schmidt] lehnt den Rückbau jedoch weiter ab: "Ich bedauere sehr, dass die Abrissarbeiten derart zügig vorangehen sollen.“…was man bei den Parteigängern von Herrn Schmidt unter angemessenem Tempo versteht, hat man am Güterbahnhof Pankow ja mehr als deutlich demonstriert…Bauen für das nächste Jahrhundert…
 
Ich verstehe nicht, warum viele diesen Schandfleck behalten wollen, klar ich war als Kind auch gerne dort, aber die Zeit vom SEZ ist halt vorbei. Und alternativen was den Sport angeht gibt es in der Umgebung genug.
 
Ich glaube, dass „viele“ nicht richtig ist. Es gibt eine laute Minderheit, deren Hobby „Bürgerinitiative“ heißt, in Kombination mit NGO‘s, deren Zweck vor allem im Nachweis der eigenen Existenzberechtigung besteht (aktuell auf Kosten derer, die sich sämtliche Knochen brechen). Was einst vernünftig klang und Sinn machte - in den 80‘ern war ich davon noch sehr überzeugt - ist inzwischen zum Kampf der Ideologen verkommen. Das bedeutet zunehmend Stillstand und sägt am Ast der Demokratie.
 
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